Wissen PEPPOL einfach erklärt

Was ist PEPPOL?

PEPPOL ist ein europäisches Netzwerk für den sicheren Austausch elektronischer Geschäftsdokumente – allen voran E-Rechnungen. Unternehmen und öffentliche Auftraggeber können darüber Rechnungen direkt von System zu System übertragen, ohne PDF-Anhänge, Portale oder manuelle Uploads.

PEPPOL 4-Corner-Modell: Ihr ERP-System sendet über den INOSYS Access Point an den Access Point des Empfängers – Behörde oder Geschäftspartner
PEPPOL 4-Corner-Modell: Ihr ERP-System sendet über den INOSYS Access Point an den Access Point des Empfängers – Behörde oder Geschäftspartner
Herkunft

Vom EU-Projekt zum weltweiten Netzwerk

Ursprünglich stand PEPPOL für „Pan-European Public Procurement Online“, ein EU-Projekt zur Digitalisierung der öffentlichen Beschaffung. Seit 2012 wird das Netzwerk von OpenPEPPOL betreut, einem gemeinnützigen internationalen Verband mit Sitz in Brüssel.

Heute nutzen es Verwaltungen und Unternehmen in Europa und weit darüber hinaus.

Funktionsweise

So funktioniert PEPPOL: das 4-Corner-Modell

Im PEPPOL-Netzwerk schicken sich Absender und Empfänger ihre Dokumente nicht direkt zu. Stattdessen läuft jede Übertragung über zwei Zugangspunkte, die sogenannten Access Points.

01

Absender

Die Rechnung entsteht im ERP- oder Buchhaltungssystem.

02

Access Point des Absenders

Er prüft das Dokument und sucht den Empfänger im Netzwerk.

03

Access Point des Empfängers

Er nimmt das Dokument entgegen.

04

Empfänger

Die Rechnung landet direkt in seinem System.

Der Vorteil: Jedes Unternehmen braucht nur einen einzigen Anschluss an das Netzwerk und erreicht darüber alle anderen Teilnehmer, ähnlich wie beim Telefon- oder E-Mail-Netz.

Zugang & Adressierung

Access Point und PEPPOL-ID

Was ist ein PEPPOL Access Point?

Ein Access Point ist der technische Zugang zum PEPPOL-Netzwerk. Betreiben dürfen ihn nur zertifizierte Dienstleister, die die Vorgaben von OpenPEPPOL und der jeweiligen nationalen Stelle erfüllen. In Deutschland ist das die Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT).

INOSYS ist ein zertifizierter PEPPOL Access Point und SMP-Betreiber. Wir binden Ihr System an das Netzwerk an und übernehmen den Versand Ihrer E-Rechnungen.

Mehr zum PEPPOL Access Point →

Wofür brauche ich eine PEPPOL-ID?

Damit Rechnungen den richtigen Empfänger finden, hat jeder Teilnehmer eine eindeutige PEPPOL-ID. Sie wird in einem Verzeichnis hinterlegt, dem Service Metadata Publisher (SMP). Dort steht, über welchen Access Point ein Unternehmen erreichbar ist und welche Dokumentarten es empfangen kann.

Als SMP-Betreiber registrieren wir Ihre PEPPOL-ID und pflegen die Einträge für Sie.

Mehr zur PEPPOL-ID →

Format & Übertragung

PEPPOL und E-Rechnung: XRechnung, EN 16931 & Co.

PEPPOL ist der Übertragungsweg, die E-Rechnung ist der Inhalt. Die Rechnungen im Netzwerk folgen der europäischen Norm EN 16931. In Deutschland ist für Rechnungen an öffentliche Auftraggeber häufig die XRechnung gefordert, die auf dieser Norm aufbaut.

Auch der Bund nutzt PEPPOL: Über das Rechnungseingangsportal OZG-RE können Lieferanten E-Rechnungen automatisiert per PEPPOL einreichen.

XRechnung über PEPPOL senden →

Zielgruppen

Für wen lohnt sich PEPPOL?

  • Für Lieferanten öffentlicher Auftraggeber: Bund, Länder und Kommunen nehmen E-Rechnungen über PEPPOL entgegen.
  • Für Unternehmen mit vielen Rechnungen: Der Versand läuft automatisiert statt per Hand.
  • Für Unternehmen mit Partnern im Ausland: PEPPOL ist international verbreitet.
  • Für alle, die sich auf die E-Rechnungspflicht im B2B-Bereich vorbereiten.

Hinweis: Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

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Erstberatung ohne Verpflichtung: Wir klären Ihre gesetzlichen Anforderungen, Ihr Dokumentenvolumen und die passende PEPPOL-Anbindung.